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Andreas Paul, Theologe, Linz

Maschinen machen immer mehr manuelle Arbeit überflüssig. So werden Menschen von physisch krankmachender Arbeit entlastet. Neben marktfähiger Produktionsarbeit gibt es wertvolle Arbeit im kulturellen, sozialen und nachhaltig ökologischen Bereich, die keinen Marktpreis erzielen kann. Zunehmend klaffen Vermögen und Erwerbseinkommen als Basis für „Gutes Leben“ auseinander. Das BGE kann Basis für gesichertes Leben in Würde aller Menschen sein. Zur Stärkung des sozialen Friedens werden wir ein BGE brauchen!

Andreas Reiter, ZTB Zukunftsbüro

"Ein bedingungsloses Grundeinkommen, das ist ein Gebot der Stunde. Statt ein Hilfspaket nach dem anderen zu schnüren, wäre es zielführender, jeder und jedem ein monatliches Fixum zukommen zu lassen. Das wäre eine gute Möglichkeit, den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken und alle Menschen würdevoll durch diese extrem schwierige Zeit zu bringen." (Der Standard, 2.4.2020)

Angelika Fuchs, Betriebsseelsorge der Erzdiözese Salzburg

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen würde eine grundlegende Existenzsicherung inklusive Deckung der menschlichen Grundbedürfnisse und eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bieten, problematische Lagen entschärfen und ein würdevolles Leben ermöglichen. Mir ist v.a. das Menschenbild wichtig, das im BGE zum Ausdruck kommt.

Angelika Peter, Wien

Ich unterstütze das bedingungslose Grundeinkommen, weil ich der Meinung bin, dass es ein neuer lohnenswerter Ansatz ist, die soziale Ungerechtigkeit zu bekämpfen und jeder dadurch mehr finanzielle Freiheit bekommt.

Anna Puett, Marchtrenk

Ich bin der festen Überzeugung, dass wir nicht drumherum kommen werden, an dem derzeitigen System etwas zu ändern. Die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens löst finanzielle Abhängigkeitsstrukturen auf. Deshalb gehe ich davon aus, dass so ein Systemwechsel zu mehr Frieden und Freiheit in der Gesellschaft führt und es eigentlich nur Gewinner*innen geben kann.

Armin Kraml, Vorstandsmitglied AUGE / UG OÖ

Ich unterstütze die Einführung eines BGE, weil es die Möglichkeit darstellt angstfrei und menschenwürdig leben zu können und nicht nur zu „existieren“. In der Corona-Kurzarbeit bemerke ich, dass meine Lebensqualität sich durch die deutliche Reduktion der bezahlten Lohnarbeit stark verbessert hat. Mehr Zeit investiere ich ua. in Ehrenamt, Gesundheit, Haushalt und Zeit mit meiner Familie.

Arnold Hueber, FORUM neue Arbeitswelt, Wien

Was lässt uns sicher mit Unsicherheit umgehen? Das Wissen um die eigenen Kompetenzen und Potenziale und deren Einsatz! Das Bedingungslose Grundeinkommen stellt den sicheren Rahmen dafür dar. Daher unterstütze ich die Initiative für ein Volksbegehren Grundeinkommen.

Barbara Strauch, Soziokratie Zentrum Österreich

Seit meiner Kindheit (ich bin katholisch aufgewachsen) habe ich nie verstanden, warum die "Christen" so vehement den Kapitalismus verteidigen. Würden die christlichen Länder Europas ernstnehmen, was Jesus gesagt hat, dann hätten wir schon seit 1000 Jahren ein bedingungsloses Grundeinkommen. Es wird Zeit dass wir anfangen unseren Reichtum zu teilen. Ein selbstbestimmtes Leben ist die Voraussetzung für psychische Gesundheit, hörte man von der WHO schon 1986. Mit einem BGE könnten endlich auch ärmere Bevölkerungsgruppen selbst bestimmen, wo sie arbeiten möchten und wo nicht.

Carmen Fikar

Ich bin Biologin, leider nicht in meiner Sparte tätig und genau das bringt mich zum Thema Grundeinkommen. Durch die aktuelle ökologische Kriese und Klimakriese sind Naturschützer und Biologen wichtiger denn je, da aber oft die finanziellen Mittel fehlen, bin ich kein Einzelfall. Viele Biologinnen die sich beruflich für Naturschutz einsetzen wollten landen in Pharmaindustrie, Handel oder Tourismus bzw. ganz anderen Sparten, da sie keine Arbeit, in ihrem Bereich finden, von der sie leben können. Durch das bedingungslose Grundeinkommen können Menschen wie ich ihrer Passion folgen, unabhängig von einem Arbeitgeber. Ehrliche Grundlagenforschung wäre außerdem wieder, in viel größerem Umfang möglich.

Christian Felber, Autor, Initiator der Gemeinwohl-Ökonomie, Wien

Von freien Märkte können wir erst sprechen, wenn alle Tauschbeziehungen am Arbeitsmarkt wirklich freiwillig eingegangen werden und nicht infolge struktureller Zwänge

Christian Hölbling, Kabarettist, Autor, Sänger

Unser bestimmendes, rücksichtsloses Wirtschaftssystem richtet bei Menschen und Umwelt hohe Schäden an. Es verstärkt die Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Anstatt dass mit einem wahnsinnigen bürokratischen Aufwand Zuwendungen verteilt werden, soll jeder Mensch ein bedingungsloses Grundeinkommen kriegen. Die Zeit ist reif für ein menschenwürdigeres Dasein!

Christian Schwab

Ich unterstütze das BGE, weil wir dadurch mehr Gerechtigkeit und Chancen-Gleichheit in unserer Gesellschaft erreichen. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um offene Fragen zum BGE in der Politik und in der Zivilgesellschaft zu diskutieren und zu beantworten. Ich freue mich darauf!